Politik, 27.11.2011

Grüne: „Flächenversiegelung auf Rekordniveau“

Bündnis 90/Die Grünen warnen vor einer weiteren Versiegelung von Freiflächen in Langenfeld.

 

51,7 %

„Die Versiegelung der Langenfelder Freiflächen hat einen neuen Rekordstand erreicht, der weit über den im landesweiten Vergleich bereits hohen Durchschnitt im Kreis Mettmann hinaus geht”, unterstreicht Bernhard Ibold, Kreistagsabgeordneter der Grünen, mit Blick auf aktuell veröffentlichte Vergleichsdaten des NRW-Landesbetriebs für Information und Technik (IT.NRW). Demnach seien von 4.115 Hektar Langenfelder Stadtgebiet bereits 2.126 Hektar oder 51,7% mit Siedlungs- und Verkehrsflächen bebaut.

„Neubauvorhaben noch nicht einmal einbezogen“

„Der Natur steht damit erstmals in der Geschichte Langenfelds weniger als die Hälfte unseres Stadtgebietes zur Verfügung. Diese erschreckende Zahl bezieht die aktuellen Neubauvorhaben an der Nelly-Sachs-Straße, am Berghausener Blumentopf und auf den Locher Wiesen noch nicht einmal ein. Und auch diese Bebauungen sind nur der Anfang eines insgesamt 54 ha Fläche verschlingenden Wohnungsbaupotenzials, das die 'schwarze' Ratsmehrheit in den nächsten zehn bis 15 Jahren zupflastern will“, warnt Ibold und vergleicht: „Die von der CDU noch zusätzlich geplante Flächenversiegelung entspricht der Größe von rund 100 Fußballfeldern.“ Auch in weiteren Datenerhebungen schneide Langenfeld schlecht ab: „Schon jetzt belegt unsere Stadt bei den Landwirtschaftsflächen (Langenfeld 29,7%, Kreis 38,2%, Land 48,9%) und Waldflächen (Langenfeld 13,9%, Kreis 18,6%, Land 25,6%) jeweils das Schlusslicht. Gleichzeitig ist die Bevölkerungsentwicklung zwischen 2004 und 2010 annähernd gleich geblieben bei rund 59.000 Personen – trotz der erfolgten Freiflächenbebauung mit zusätzlichen Wohngebieten in diesem Zeitraum. Die Entwicklung entkräftet das aktuell in den Diskussionen um die Bebauung der Locher Wiesen vertretene CDU-Argument der notwendigen Ausweisung neuer Wohngebiete, um den demografischen Wandel unserer Stadt bewältigen zu können“, argumentiert Ibold.

Kritik an Schneider

Er fragt, wo „die von der CDU forcierte Spirale des quantitativen Wachstums zwischen erweiterter Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten auf Kosten der Umwelt und Natur hingehen soll“. „Während der Bürgermeister öffentlichkeitswirksam für ausgewählte Klimaschutzprojekte trommelt, verbaut er mit seiner Partei unser Stadtgebiet. Dabei verkommt der von ihm propagierte Klimaschutz zum Deckmantel für die geplante Betonierung immer neuer Freiflächen”, argumentiert Ibold und weist auf Grünen-Perspektiven hin: „Dieser gefährlichen Entwicklung setzen wir ein qualitatives Wachstum entgegen, mit dem wirtschaftliche, soziale und ökologische Lebensqualität im Sinne einer ganzheitlichen Stadtentwicklung gleichberechtigt und ausgeglichen gesichert wird”.

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