Grüne bedauern Scheitern des Sozialtickets
KREIS METTMANN. Die Grünen sehen das Scheitern im Kreistag als „herben Tiefschlag für die Integration bedürftiger Menschen“ an.
„Konservative Mehrheit hat Angst“
„Die Ablehnung des Sozialtickets ist ein herber Tiefschlag im Rahmen unserer Bemühungen um die gesellschaftliche Integration langzeitarbeitsloser und hilfebedürftiger Menschen. Dabei hätten sowohl Geringverdiener und Menschen in Hartz IV-Bezug als auch Politik und Verwaltung von dem einjährigen Experiment Sozialticket profitiert, letztere in Form einer verbesserten Datengrundlage zu Tarifen und Kosten im ÖPNV. Aber eine konservative Mehrheit aus CDU/FDP/UWG hatte nach eigenem Bekunden zu große Angst, am Ende des von der Landesregierung finanziell abgesicherten 'Experiments Sozialticket' unter Druck zu geraten“, sagt Bernhard Ibold, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion, nach der letztwöchigen Ablehnung für sieben der zehn Städte des Kreises im Kreistag (Hilden, Monheim und Velbert haben eigene Verkehrsgesellschaften und können selbst über die Einführung des Sozialtickets entscheiden). Er meint: „Tatsächlich aber würde die Landesregierung unter Druck geraten, die Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs endlich neu zu regeln. Für viele Menschen ist ein intelligent organisierter ÖPNV genauso wichtig wie der Zugang zu Informationen, und zwar unabhängig von Alter und Portemonnaie! Die Verkehrsunternehmen müssten endlich begründen, warum sich ihre Preise für die gleiche Leistung teils um mehr als Faktor zwei unterscheiden. Und die Tarife sind zu hinterfragen: Für den Preis eines hiesigen VRR-Kurzstreckentickets kann man zum Beispiel in Lille (Nordfrankreich) 13 Kilometer mit einer automatischen U-Bahn quer durch die Großstadt fahren. Anstatt sich also der Gestaltung dieser dringend anstehenden Aufgaben zu stellen, verwehren CDU, FDP und UWG bedürftigen Menschen in unserem Kreis eine angemessene Mobilität.“
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