Gedenken in LVR-Klinik
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der DGB hatten für letzten Donnerstag zu einer Schweigeminute um 12 Uhr aufgerufen.
Besonderer Bezug
Es handelte sich um ein Gedenken für die Opfer der mutmaßlich rechtsextremistisch motivierten Mordserie, die in den letzten Monaten Schlagzeilen machte. Der Landschaftsverband Rheinland, der Klinikvorstand und der Personalrat unterstützten diesen Aufruf ausdrücklich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVR-Klinik, die die Möglichkeit hatten, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, haben sich Donnerstag daran beteiligt. Die LVR-Klinik, eine sogenannte „Zwischenanstalt“ im Dritten Reich, hat aufgrund ihrer Geschichte einen besonderen Bezug zu dieser Thematik. Erst im letzten Jahr jährten sich die Patiententransporte in die Tötungsanstalt Hadamar im Rahmen von Hitlers Euthanasieaktion „T 4“ zum 70. Mal. Schülerinnen und Schüler gestalteten den Gedenktag im Herbst letzten Jahres, indem sie Patientenschicksale aus dieser Zeit anschaulich und einfühlsam darstellten. Auch zukünftig soll die Vergangenheitsbewältigung ein fester Baustein in der Ausbildung der angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sein – gegen das Vergessen.
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